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G. Ricordi & Co. München
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Der in London lebende japanische Komponist erhielt am 5. März 2010 den Kenzo Nakajima Musikpreis. Der mit 200.000.- JPY dotierte Preis wird an Personen vergeben, sie sich um die zeitgenössische Musik verdient gemacht haben. So erhielten vor Dai Fujikura diese wichtige japanische Ehrung: Hiroshi Koizumi, Mari Kimura, Nanae Yoshimura und Kifu Mitsuhashi. Weiterhin strahlte das japanische Fernsehen am 21. Februar eine Dokumentation über den Komponisten Dai Fujikura aus. Für den Film mit dem Titel „Jonetsu Tairiku (Passionate Continent)” begleiteten die Filmemacher den Komponisten acht Monate lang bei der täglichen Arbeit. Zu sehen ist etwa, wie Dai im Pariser IRCAM komponierte und experimentierte, sowie die Uraufführung von „Prism Spectra” beim Agora Festival. Es sind Konzerte im Musée d'Orsay im Strassburger Festival Musica und in Tokyo zu sehen. Die Zusammenarbeit mit dem Ensemble Intercontemporain in Paris wird gezeigt wie auch diejenige mit dem Chicago Symphony Orchestra, das ja die Uraufführung von „Mirrors” bestritt, einer besonderen Auftragsarbeit anlässlich des 85. Geburtstages von Pierre Boulez. Daneben wird auch der private Dai Fujikura gezeigt, dessen Fähigkeiten als Koch gerühmt werden.
Anlässlich der Udo-Scheel-Ausstellung in Wismar wurde am 12. März "Uffukk" für Violoncello solo von Samir Odeh-Tamimi uraufgeführt. Das Werk ist für Julian Arp entstanden, der zugleich die Uraufführung gestaltet hat. Unter der Leitung von Sylvain Cambreling realisiert das Collegium Novum Zürich am 31. März in der Tonhalle Zürich die Schweizer Erstaufführung von "Anin" für 8 Instrumentalisten von Samir Odeh-Tamimi. Das achtminütige Werk ist 1999 entstanden und wurde ein Jahr später in Tel Aviv uraufgeführt.
Erstmals in Italien erklang am 13. März in Monza Fabien Lévys "à propos" (2008) für Flöte, Klarinette, Klavier, Viola und Violoncello. Sandro Gorli leitete das Divertimento Ensemble, eine weitere Aufführung der 2008 entstandenen Komposition wurde am 17. März in Mailand realisiert.
Von Christfried Schmidt (*1932 in Markersdorf bei Görlitz) kommt am 3. April im Berliner Konzerthaus das "Geistliche Konzert" (1971/rev. 2007) für Sopran, Viola und Orgel nach dem Psalm 90 zur Uraufführung. Zu hören sind Katia Guedes (Sopran), Ferenc Gábor (Viola) und Joachim Dalitz (Orgel). Im Katalog von Rob. Forberg sind vier weitere Vokalwerke Schmidts aus den 70er Jahren vertreten: "Psalm 21" (1970) für Sopran, Bariton, gemischten Chor und Instrumentalensemble; "Die Niemandsrose und das Unsichtbare" (1975/rev. 2007) für gemischten Chor, Chorsolisten und Orgel nach Texten von Paul Celan, Johannes Bobrowski, William Shakespeare und aus der Bibel, "Tonsetzers Alptraum" (1973) nach einem Text von Frido Lyn für Mezzosopran (mit Schlagwerk) und Klavier und "Ich, so voll Hoffnung" (1979) für fünfstimmigen Doppelchor nach Gedichten von Friedrich Hölderlin.
Das Quatuor Diotima brachte am 16. März das Streichquartett " Improvisation IV – L'électricité de la pensée humaine" von Emmanuel Nunes zur portugiesischen Erstaufführung. Dieses Werk von 2008/09 ist nach "Esquisses" (1967/80) und "Chessed III" (1990-91) der dritte Beitrag Nunes’ zu dieser Gattung.
"Linien, Farben II" (2009/10) lautet der Titel der neuesten Komposition von Thomas Lauck für Violoncello und Klavier. Es wurde am 21. März 2010 im Burghof in Lörrach durch Isabel Gehweiler (Violoncello) und Helge Aurich (Klavier), die das Werk auch in Auftrag gegeben haben, uraufgeführt. Ein Portraitkonzert für Thomas Lauck wird am 17. Mai in Basel stattfinden. Dort erfolgen unter anderem die Uraufführungen von "Komposition mit Blau und..." (in memoriam P. M.) für Sopran, Schlagzeug und Tuba, Resonanzen IV für Klavier und der revidierten Fassung von "Vibraphonie" (mit Papier & Co.), 3. Solo-Szene für Solo-Schlagzeuger. Die Interpreten sind Petra Hoffmann (Sopran), Daniel Buess (Schlagzeug), Jürg Henneberger (Klavier) und David LeClair (Tuba).
Dass die Tschechow-Oper "Tri Sestri" von Peter Eötvös ins Repertoire eingegangen ist, zeigt auch eine Neuinszenierung, die am 13. März am Theater Koblenz Premiere hatte. Nicht nur werden elf Aufführungen realisiert: Tatsächlich ist die 100. Darbietung des Werks seit der Uraufführung 1998 zu erleben. Regie führt Gabriele Wiesmüller, Enrico Delamboye dirigiert das Staatsorchester Rheinische Philharmonie.
Mit seinem 3. Streichquartett setzte Sergej Newski 2009 seine Befragungen dieser Gattung fort. Nun hat das Asasello-Quartett, das auch die Uraufführung gestaltete, am 22. März in Piekary Slaskie die polnische Erstaufführung realisiert. Weitere Darbietungen folgten in Zabrze (24.3.) und in Sosnowiec (25.3.), zuvor gastierte das Ensemble am 14. März mit dem Quartett auf der Museumsinsel Hombroich. Unterdessen plant das Asasello-Quartet für Anfang 2011 zahlreiche weitere Aufführungen in verschiedenen deutschen Städten.
Vom 29. bis 31. März würdigen die Tonhalle Zürich und die Zürcher Hochschule der Künste Klaus Huber mit einem Symposium und Konzerten. Unter anderem wird es dort zur Schweizer Erstaufführung von "In nomine – ricercare il nome…" für Altflöte, Bassetthorn, Altposauen und Streichtrio von 1999 kommen, interpretiert vom Ensemble Arc-en-ciel (Leitung: Burkhard Kinzler).