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Jörg Herchet

Jörg Herchet by Jürgen Zeiger
Foto: Jürgen Zeiger

Biografie

*20.9.1943 Dresden

Als Schüler erhielt Jörg Herchet Unterricht in Blockflöte, Violoncello, Klavier und Gesang. Von 1964 bis 1967 studierte er Komposition an der Hochschule für Musik Dresden bei Johannes Paul Thilman und Manfred Weiss. Von 1967 bis 1969 schloss sich ein Kompositionsstudium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin an u. a. bei Rudolf Wagner-Régeny; außerdem studierte er Violoncello, Klavier und Chordirigieren. An der Humboldt-Universität Berlin belegte er Musikwissenschaft bei Georg Knepler. Das Examen wurde ihm verweigert, weil er „eines zukünftigen sozialistischen Komponisten unwürdig“ sei.

Von 1969 bis 1970 war er im Buchhandel tätig, nahm aber gleichzeitig Orgelunterricht bei Gerald Stier und Herbert Collum. Von 1970 bis 1974 war er Meisterschüler von Paul Dessau an der Akademie der Künste Berlin (Ost).

Ab 1975 wurden seine Werke zunehmend aufgeführt in Dresden, Berlin, Breslau, Köln, Donaueschingen, Warschau, Witten oder Darmstadt (Darmstädter Ferienkurse).

Er nahm Gastdozenturen an in Halle, Gera, Mécico-Stadt (Universität Puebla), Tokio, New York und Kenosha. Ab 1981 hatte er einen Lehrauftrag für Musiktheorie und Komposition und von 1993 bis 2009 war er Professor für Komposition und Analyse an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber, Dresden.

1993 erhielt er den Internationalen Bodensee-Kulturpreis für Musik. Seit 1995 ist er Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste.

Sein umfangreiches Werk umfasst Kammermusik, insbesondere Werke für Orgel, Geistliche Musik sowie Orchesterkompositionen.

Jörg Herchet lebt in Weinböhla.

Literatur:

Die Töne haben mich geblendet, Festschrift zum 60. Geburtstag des Dresdner Komponisten Jörg Herchet. Hrsg. Christoph Sramek, Altenburg 2003

Werke

Herchet, Jörg

Fronleichnams-Kantate (2003)
Kantate zum Fest des Leibes und Blutes Christi aus „Das geistliche Jahr”
für 16 Chorsolisten und Violoncello solo
Jörg Milbradt (dt., lat.)
Vc.
16 St.
Dauer: 29’
TME 0696
*Partitur / Sti.

Komposition (2001)
für vier Klaviere
4 Klav.
Dauer: 43’
TME 0695
*Spiel-P.

Komposition 2 (1988)
für Orgel
Org.
Dauer: 25’
TME 0698
*Partitur

Komposition 4 (1998/2005)
für Orgel
Org.
15 TME 0699
*Partitur

„Sich verräumlichend” (2004)
Komposition 4 für Orchester
4 (Picc, Afl). 2 (Eh). 4. 2 (Kfg). / 4. 4. 3. 1. / Hf. Cel. Klav. 5 Schlzg. / 10. 8. 7. 5. 4. / im Raum: Vib. Mar. / 2 Vl. Vla. Vc. / Asax. E-Git. / 2 Tr. Ps. / Akk. / Fl. Ob. Kl. Fg. Hr.
Uraufführung: Donaueschingen / Dauer: 40’
TME 0697
Partitur / Sti.

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Komponisten A-L Zeitgenössische Musik

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