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Klaus Huber

Klaus Huber

Biografie | Werke | Werkbeschreibungen | Portrait | Diskografie | Bibliografie

Biografie

Klaus Huber, geboren am 30. November 1924 in Bern; Kompositionsunterricht bei Willy Burkhard in ZUrich und bei Boris Blacher in Berlin; 1959 beim Weltmusikfest der IGNM in Rom internationaler Durchbruch mit der Kammerkantate Des Engels Anredung an die Seele; 1964-73 Leiter der Kompositionsklasse an der Musikakademie Basel; 1966/68/72 Leiter der Kompositionsseminare der Stiftung Gaudeamus in Bilthoven/Niederlande; 1969 Griindung des Internationalen Komponistenseminars in Boswil; 1970 Beethovenpreis der Stadt Bonn filr Tenebrae; 1973-90 Leiter der Kompositionsklasse an der Musikhochschule in Freiburg/Breisgau; 1978 Kunstpreis der Stadt Basel; 1979-82 Priisident des Schweizerischen Tonkilnstlervereins; 1984 Beginn der internationalen Tiitigkeit als Gastprofessor; 1991 Emeritierung an der Musikhochschule Freiburg, arbeitet seither als freier Komponist und Gastprofessor in vielen Liindern der Welt; zahlreiche Einladungen als Composer in Residence zu Festivals in Europa, Nordamerika und Asien; 2007 Preis der Europiiischen Kirchenmusik, 39 Schwiibisch Gmilnd; 2009 Musikpreis Salzburg und Ernst von Siemens Musikpreis.

*30.11.1924 Bern / Schweiz

Gymnasium in Basel, Lehrerseminar in Küsnacht/Zürich
1947-49 Musikstudium am Konservatorium Zürich mit Abschluss in Violine bei Stefi Geyer und in Schulmusik
1947-1955 Theorie- und Kompositionsstudium bei seinem Taufpaten Willy Burkhard
1950-60 Lehrer für Violine am Konservatorium Zürich
1955/56 Studium an der Staatlichen Hochschule für Musik, Berlin, bei Boris Blacher
1955 Uraufführung von "Drei kleine Vokalisen" bei der Internationalen Gaudeamus-Musikwoche in Bilthoven, Niederlande
1959 internationaler Durchbruch als Komponist: Uraufführung der Kammerkantate "Des Engels Anredung an die Seele" bei den Weltmusiktagen der IGNM in Rom; das Stück erhält den 1. Preis für Kammermusik im Kompositionswettbewerb der IGNM-Sektion Italien (Jury-Mitglieder u.a. Luigi Dallapiccola und Wladimir Vogel)
1960-1963 Lehrtätigkeit in Musikgeschichte und Literaturkunde am Konservatorium Luzern
1961 Uraufführung von "Noctes" für Oboe und Cembalo bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik, Darmstadt
1961-1972 unterrichtet an der Musikakademie der Stadt Basel: ab 1964 als Leiter der Kompositions- und Instrumentationsklasse, ab 1968 Leiter der Meisterklasse für Komposition
1965/69/87 Mitglied der internationalen Jury für die Weltmusiktage der IGNM
1966/68/72 Leiter der Analysekurse und Seminare bei den Internationalen Kompositionswettbewerben der Stichting Gaudeamus, Bilthoven/Niederlande
1968 auf Einladung des sowjetischen Komponistenverbandes erste Reise in die Sowjetunion (Moskau, Leningrad, Kiew), zusammen mit Constantin Regamey
1969 Huber gründet das Internationale Komponistenseminar im Künstlerhaus Boswil (Schweiz), das er bis 1980 maßgeblich mitbestimmt
1970 Beethovenpreis der Stadt Bonn für "Tenebrae"
1973 Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Berlin; Huber wird Nachfolger von Wolfgang Fortner an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg im Breisgau (Leiter der Kompositionsklasse und des Instituts für Neue Musik)
1975 Komponistenpreis des Schweizerischen Tonkünstlervereins
1978 Kunstpreis der Stadt Basel
1979-82 Präsident des Schweizerischen Tonkünstlervereins
1983 erste Reise nach Nicaragua; Treffen mit Ernesto Cardenal; Vorträge in La Habana, Cuba; Uraufführung der Gesamtfassung von "Erniedrigt – Geknechtet – Verachtet..." (mit Texten u.a. von Ernesto Cardenal) bei den Donaueschinger Musiktagen Verlassen –
1984 Dozent bei den "Cursos latinoamericanos por la musica contemporanea" in Tatui, Brasilien; zweite Nicaragua-Reise mit Vorträgen an der "Escuela Nacional de Musica", Managua; Gastprofessur an der McGill University in Montreal, Kanada
1985 Gastprofessor an der Accademia Chigiana in Siena; Reinhold-Schneider-Preis der Stadt Freiburg i. Br.
1986 Vorträge an den Universitäten von Tokyo, Nagoya und Hiroshima; Premio Italia für "Cantiones de Circulo Gyrante"
1986/88/90/93 Gastprofessor am IRCAM, Paris
1987/89/92 Gastprofessor am Conservatoire National Supérieur de Musique, Paris
1987 7. Sommerkurs für junge Komponisten in Radziejowice (Polen)
1989 Kompositionskurse und Vorträge an den Musikhochschulen von Malmö und Stockholm
1990 Huber tritt von seiner Lehrtätigkeit an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg zurück; neben dem Komponieren führt er seine Lehrtätigkeit in freier Form weiter; Gastprofessor an der Sibelius-Akademie, Helsinki
1991 Gastprofessor an der Royal Academy of Music, London, und am Konservatorium Genf
1992 Composer in Residence beim Festival "Musica" Strasbourg, an der Musikakademie Basel und beim Huddersfield Festival; Gastprofessor beim Brandenburgischen Kolloquium Neue Musik, Berlin
1992/93 Gastprofessor an der Scuola Civica di Musica, Mailand
1993 Composer in Residence und Meisterkurs im Centre Acanthes, Villeneuve lez Avignon; Guest Composer in Toronto, New Music Concerts
1994 Composer in Residence bei den Internationalen Musikfestwochen Luzern, Meisterkurs in Luzern/Boswil; Kompositionsseminar Schloss Schielleiten (Graz)
1995 Composer in Residence und Gastprofessor in Winterthur, Viitasari und beim Akiyoshidai Festival in Japan
1996 Gastprofessor am Conservatoire in Lyon; Aristoxenos-Meisterkurse in Aigion (Griechenland)
1997 Meisterkurse an der Hochschule für Künste in Bremen; Gastprofessor am Konservatorium in Sarajevo; Composer in Residence in Caracas
1998 Composer in Residence beim Bergen Festival, Gastprofessor an der Grieg-Akademie in Bergen und an der Universität Alcalà (Spanien). Gründung der Konzertreihe "Musica insieme Panicale" in Umbrien
1999-2001 komponiert er das Bühnenwerk "Schwarzerde" nach Ossip Mandelstam (Auftrag des Theaters Basel 2001; Libretto: Michael Schindhelm); Publikation von "Umgepflügte Zeit" (Gesammelte Schriften) im Verlag MusikTexte, Köln.
2002 erhält er den Kultur- und Friedenspreis der Villa Ichon, Bremen; Neues Werk für Violoncello, Baryton, Countertenor und kleines Orchester "Die Seele muss vom Reittier steigen..." wird in Donaueschingen and Paris uraufgeführt.
2003 Analyse- und Kompositionsseminare am Centre Acanthes, Villeneuve-lez-Avignon.
2003/04 nimmt er an Aufführungen von "Die Erde tanzt auf den Hörnern eines Stieres" mit dem Madih Ensemble Kairo in Ulm, Kairo and Drochtersen-Huell teil.
2004 Uraufführung des Kammerkonzerts "À l'âme de marcher sur ses pieds de soie..." bei den Wittener Tagen für Neue Kammermusik; wird Ehrenbürger von Panicale/Umbrien; anlässlich seines 80. Geburtstags hält er einen Interpretationskurs mit Konzerten an der Staatliche Hochschule für Musik Trossingen; Gastvortrag an der Universität Heidelberg (Heidelberger Biennale / internationales Symposium "Das Leiden an der Zeit - Zeitgestaltung als strukturelles Prinzip in den Kompositionen von Klaus Huber und Jean Barraqué"). Zum 80. Geburtstag fanden Konzerte und Veranstaltungen u.a. in Deutschland, Luxemburg, Schweiz, Frankreich, Spanien statt.
2004/06 "Miserere hominibus" für sieben Singstimmen und sieben Instrumentalisten, UA Lucerne Festival (Les Jeunes Solistes, Rachid Safir) und Festival Musica, Strasbourg.
2007 "Quod est Pax? Vers la raison du cœur" (Jacques Derrida u.a.) für fünf Stimmen, arabisches Schlagzeug und Orchester, UA Warschauer Herbst.

2007 Preis der Europäischen Kirchenmusik, Schwäbisch Gmünd
2009 Musikpreis Salzburg, Ernst von Siemens Musikpreis

Klaus Huber ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der Akademie der Künste Berlin und der Freien Akademie der Künste Mannheim sowie Ehrenmitglied der IGNM. Die Universität Strasbourg verlieh ihm ein Ehrendoktorat. Die Paul-Sacher-Stiftung in Basel erwarb. Sein gesamtes Schaffen inklusive Kompositionsskizzen und anderer Manuskripte wurden bzw. werden von der Paul-Sacher-Stiftung Basel erworben, dokumentiert und der Öffentlichkeit für Forschungszwecke bereitgestellt. Klaus Huber lebt in Bremen und Panicale (Perugia/Italien).

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Website: www.klaushuber.com

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