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G. Ricordi & Co. München
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*26.11.1937 München
Wolfgang Witzenmann studierte Komposition bei J. N. David, Klavier bei K. H. Lautner und Flöte bei H. U. Niggemann in Stuttgart sowie Musikwissenschaft in Tübingen.
Seit 1965 ist er als Musikhistoriker Mitglied des Deutschen Historischen Instituts in Rom.
an sappho (1984)
für Flöte solo
Dauer: 5'
MMV 5426 *Partitur
Conversazioni (1981) | Werkbeschreibung unten
für Bläsertrio und Tonband
Fl. Kl. Fg. Tonb.
Dauer: 18'
MMV 5317 *Partitur / Tontr.
dedicazione a herbert (1975)
für Flöte solo
Dauer: 4'
MMV 5304 *Partitur
Sinfonia no. 1 (1986)
für Orchester
3. 3. 3. 3. / 4. 3. 3. 1. / Hf. Klav. Vib. Pk. 3 Schlzg. / Streicher
Uraufführung: 1992, Pforzheim / Dauer: 25'
MMV 5475 Partitur / Sti.
Conversazioni (1981)
für Bläsertrio und Tonband
Im Rahmen eines imaginären Szenariums entwickelt sich eine "Konversation" unter den drei Solisten. Das vorgestellte Szenarium kann so beschrieben werden: zu Beginn eine offene Wiesen- und Hügellandschaft; im Folgenden ein geräumiger Salon mit halboffenem, großem Fenster und Ausblick auf diese Landschaft hinaus.
Die Charaktere sind durchaus unterschiedlich gezeichnet, so dass es nicht verwundert, wenn unterschiedliche Standpunkte, Widersprüche, ja Uneinigkeit zunehmend hervortreten. Es liegt ein Versuch vor, gesellschaftliche Dissoziation auszukomponieren, worauf schon rein äußerlich die ungewöhnlich weit auseinander gezogene Anordnung der drei Solisten auf dem Podium hindeutet.
Als kritisches Moment treten noch „Störmomente“ von außen hinzu, seien es nun Tierlaute, Technikgeräusche oder – besonders irritierend – Laute aus der erotischen Sphäre. Der Höhepunkt der Krise wird mit dem vollständigen Auseinanderfallen zeitlicher Koordination der drei Soloparte erreicht. Dann aber wirkt die Natursphäre beruhigend ein: im madrigalischen Schlussabschnitt signalisieren sich die Kontrahenten mittels lyrischem Originalton Bereitschaft zur Verträglichkeit.
Wolfgang Witzenmann (Programmheft 30.01.1985, SR Saarbrücken)